Logo der Bürgerinitiative Eine bessere Mitte für Fürth Abendstimmung auf der Fürther Freiheit      
 
 
 
Was bisher geschah...
22. März 2012
Stellungnahme der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" zum Festsaal bzw. "Kaisersaal" im ehemaligen Parkhotel:

Wir appellieren an die Stadträtinnen und Stadträte, sich für den Erhalt des Festsaales im ehemaligen Park Hotel einzusetzen und die unwiderrufliche Zerstörung eines einzigartigen Baudenkmals zu verhindern.

Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, den Auslobungstext um folgende Ausführungen zu ergänzen:
- Der Saal des Park Hotels wird erhalten und in das Gesamtkonzept integriert.
- Die bauplastisch besonders markante Ecke des Hotels sollte als architektonische Reminiszenz erhalten werden.

Begründung:
Der Saal des Park-Hotels ist ein anerkanntes Baudenkmal, dessen Denkmalstatus am 24. November 2011 vom Landesamt für Denkmalpflege ausdrücklich bestätigt worden ist. Es gab zahlreiche Stellungnahmen der Bürgerinitiative und des Stadtheimatpflegers, die unmissverständlich die Erhaltung des Saales forderten.
Die BI betrachtet den Festsaal als besonders schützenswert und sehr gut in ein Gesamtkonzept integrierbar. Die Zerstörungen durch Umnutzung und Vandalismus sind überschaubar und nach Rückbau der neuzeitlichen Technikräume kann der Saal zum Highlight des ganzen Projekts werden. Gerade für den hochwertigen Textilhandel, für den seitliche Belichtungsflächen oft unerwünscht sind, wäre der repräsentative Saal mit
natürlicher Oberbelichtung ideal. Denkbar wäre ein modernes "Haus-in-Haus"-Konzept, bei dem weitgehend ohne Wandanbindung in den Saal ein transparenter oder geöffneter Kubus gestellt wird. Denkbar wären auch "schwebende" Ebenen. Auf diese Weise bliebe der Saalcharakter mit seiner imposanten Decke erhalten und erlebbar.

Ungeachtet der Diskussion um den Festsaal verfolgt die Bürgerinitiative weiterhin das Ziel, die bauplastisch besonders markante Ecke des Hotels zur "Fürther Freiheit" hin als architektonische Reminiszenz mit hohem Erinnerungswert zu erhalten, wie es der Stadtheimatpfleger entsprechend der Präsentation von MIB angeregt hat:
Dies wäre zumindest ein kleines Zugeständnis an jene Fürther und Fürtherinnen, für die das Park-Hotel über Jahrzehnte hinweg ein Stück Heimat bedeutete.

Für die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth": Lothar Berthold, Rotraut Grashey, Manuela Helfrich, Irmgard Herney, Dr. Thomas Heyden, Dr. Christofer Hornstein, Daniela Kaminski, Peter Krauss, Ursula Kreutz, Maria Langer, Dr. Alexander Mayer, Dagmar Orwen, Martin Petz, Harald Riedel, Kamran Salimi, Ralph Stenzel, Armin Stingl, Susanne Zoller.

 

Das BI-Mitglied Dipl. Ing. Klaus Heller hat sich die Mühe gemacht, die Innenansicht des Saals dreidimensional in einer CAD-Animation darzustellen, um die vor Ort momentan nicht zu erlebenden Potentiale des Saales zu erkennen.

 

 
Historische Ansicht des Festsaals 1915
 
Schnitt des Festsaals - Animation von Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
Computergenerierte Ansicht des Festsaals - Animation Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
Computergenerierte Ansicht des Dachstuhls des Festsaals - Animation Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
Computergenerierte Ansicht des Dachstuhls des Festsaals - Animation Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
 
6. Dezember 2011
Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Fürth
 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Jung,

der Stadtrat hat unserer Ansicht nach am 23.11.2011 unter Punkt 3 mit knapper Mehrheit einer Beschlussvorlage zugestimmt, deren konkreter Inhalt unklar und stark interpretierfähig bleibt.

In der Stellungnahme der BI vom 27.10.11 zum weiteren Verfahren nach Abschluss des In­vestoren-Auswahlverfahrens hat sich die BI für einen gut vorbereiteten Wettbewerb ausge­sprochen und hierzu konkrete Wünsche formuliert. Gleichzeitig hat die BI eine mögliche Alternative in Form eines echten Workshop-Verfahrens skizziert. Leider wurde der Vorschlag, genauere Informationen über das Verfahren in Wittenberg, einzuholen, nicht aufgegriffen. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand und nach dem Vortrag von Herrn Laule im Stadtrat handelt es sich beim »kooperativen Dialogverfahren« in Wittenberg nicht um ein echtes Workshop-Verfahren, wie es sich die BI vorstellen könnte.

Dazu aus unserer Stellungnahme vom 27.10.2011 (s.u.):

»…Im Falle eines Workshops wie er von MIB in Wittenberg durchgeführt worden ist, wäre interessant (evtl. vor Ort) zu erfragen, wie dieser Workshop konkret realisiert wurde, wie die Erfahrungen waren und wie die Ergebnisse ausgefallen sind. Im Wortsinne impliziert ja ein ‘Workshop’ ein mehrtägiges ‘Werkstatttreffen’ verschiedener Planer, die gemeinsam oder in Konkurrenz, aber mit direktem Feedback eines Supervisors verschiedene Varianten und Ideen für ein Projekt oder Areal entwickeln. Dieses Vorgehen käme dem in der Präsentation des Kon­zeptes von Herrn Craven geäußerten Vorschlag, dass die Geschäftshäuser auf der nördlichen RBS auch durchaus von unterschiedlichen Architekten entwickeln werden könnten, um schon dadurch eine stadtverträgliche Maßstäblichkeit zu erreichen, sehr nahe. Die BI glaubt, dass ein in dieser Richtung geartetes ‘Workshop-Verfahren’ bei sorgfältiger Auswahl der Workshop-Teilnehmer und Leitung des Workshops durch James Craven durchaus positive Ergebnisse hervorbringt…«

Ein solches echtes Workshopverfahren wurde unserer Kenntnis nach bereits einige Male – vorwiegend mit städtebaulicher Aufgabenstellung – erfolgreich praktiziert. Für den Gestaltungsprozess im Falle des Einkaufsschwerpunktes Rudolf-Breitscheid-Straße wäre dies ein mögliches Verfahren, das bei richtiger Vorbereitung durchaus Erfolg versprechend sein könnte. Die BI favorisiert nach heutigem Kenntnisstand und Beschlusslage im Stadtrat ein echtes Workshop-Verfahren mit kompetitivem und gleichzeitig kooperativem Ansatz.

Die BI spricht sich dafür aus, dass weiterhin ein breiter Dialog in der Stadtgesellschaft gesucht wird. Nach den Vorstellungen der BI sollten die Vertreter der Fraktionen im Fürther Stadtrat eng in den weiteren Gestaltungsprozess mit einbezogen werden.

Nach unserer Auffassung besteht im Fall des Einkaufsschwerpunktes RBS ein hoher Grad an Übereinstimmung zwischen dem, was sich die Fürther Bürger, der Investor und auch die Fach­leute als Ergebnis für die Fürther Innenstadt wünschen. Der Weg dorthin wird z. Zt. kontrovers diskutiert, er führt unserer Ansicht nach aber immer über Transparenz und Dialog.

Die BI steht der Stadt Fürth auch weiterhin als konstruktiver Dialogpartner zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Manuela Helfrich
Dr. Thomas Heyden
Dr. Christofer Hornstein
Dirk John
Peter Krauss
Maria Langer
Dr. Alexander Mayer
Martin Peetz
Kamran Salimi
Ralph Stenzel
Susanne Zoller

 
 

27. Oktober 2011

STELLUNGNAHME der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"
zum weiteren Vorgehen im Verfahren zum Einkaufsschwerpunkt
Rudolf-Breitscheid-Straße


Die BI "Bessere Mitte für Fürth" steht – wie in früheren Stellungnahmen ausführlich
begründet – hinter dem vom Architekturbüro Dunett/Craven erarbeiteten Konzept des
Berliner Investors MIB.

Für die BI sind folgende städtebaulichen und architektonischen Eckpfeiler des MIBKonzepts besonders wichtig:

  1. Erhalt der RBS in voller Breite und Aufwertung des öffentlichen Raumes durch
    Umwandlung der RBS bis zur Fürther Freiheit in eine Fußgängerzone mit
    hohem Aufenthaltscharakter
  2. Erhalt und Integration der Baudenkmäler auf der südlichen RBS inkl. ihrer
    gesamten historischen Bausubstanz
  3. Beschränkung der Verkaufsfläche auf die für Fürth verträglichen 15.000 m²
  4. Schaffung großflächiger Einzelhandelsflächen für hochwertige Textilprodukte
    und Schuhe
  5. Erhalt der Parkhotel- bzw. Festsaal-Fassade an der Moststraße
  6. Erschließung der rückwärtigen Projektflächen durch attraktive Lichthöfe
  7. Offenes Geschäftshausmodell mit Verzicht auf interne Mall und Aufwertung
    der Straße als natürliche Mall. Dadurch auch Vernetzung des
    Einkaufsschwerpunkts mit dem benachbarten Einzelhandel
  8. Rückführung der Kubatur an der Parkhotel-Ecke auf die Dimensionen vor
    Aufstockung des Parkhotels
  9. Möglichkeit einer differenzierten und auf die Fürther Innenstadt angepassten
    Fassadengliederung bei den Neubauten auf der nördlichen RBS

Die nun aufgeworfene Frage, ob der ursprünglich in der Aufgabenbeschreibung zum
Dialogverfahren angeführte klassische Architekten-Wettbewerb oder ein sog.
Workshop-Verfahren wie von MIB in der Weltkulturerbestadt Wittenberg praktiziert,
zum besten Ergebnis für die Stadt führen, vermag die BI nicht vorauszusagen.

Im Falle eines beschränkten Architektenwettbewerbs wünscht sich die BI, dass
folgende Punkte beachtet werden:

  1. Der Investor, die Stadtverwaltung und ein von der Stadt Fürth bestimmter
    Projektbeirat erarbeiten eine Auslobung, die sich streng am Grundkonzept des
    Architekten James Craven orientiert und zusätzlich die Möglichkeit lässt, auch
    den unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Festsaal des Parkhotels in
    einen Entwurf mit zu integrieren.
  2. Wettbewerb als beschränkter Wettbewerb mit mindestens 8 Teilnehmern, die
    positive Referenzen in der Realisierung von Neubauten in historischen
    Innenstädten haben. Die BI hat der Stadt Fürth und dem Investor einige
    Vorschläge zu entsprechenden Büros gemacht.
  3. James Craven als Vorsitz einer Jury, deren Fachpreisrichter ebenfalls positive
    Referenzen aufweisen sollten.
  4. Eventuell könnte eine Zwischenpräsentation hilfreich sein.

Im Falle eines Workshops wie er von MIB in Wittenberg durchgeführt worden ist,
wäre interessant (evtl. vor Ort) zu erfragen, wie dieser Workshop konkret realisiert
wurde, wie die Erfahrungen waren und wie die Ergebnisse ausgefallen sind. Im
Wortsinne impliziert ja ein "Workshop"ein mehrtägiges "Werkstatttreffen"
verschiedener Planer, die gemeinsam oder in Konkurrenz, aber mit direktem
Feedback eines Supervisors verschiedene Varianten und Ideen für ein Projekt oder
Areal entwickeln. Dieses Vorgehen käme dem in der Präsentation des Konzeptes
von Herrn Craven geäußerten Vorschlag, dass die Geschäftshäuser auf der
nördlichen RBS auch durchaus von unterschiedlichen Architekten entwickeln werden
könnten, um schon dadurch eine stadtverträgliche Maßstäblichkeit zu erreichen, sehr
nahe. Die BI glaubt, dass ein in dieser Richtung geartetes „Workshop-Verfahren“ bei
sorgfältiger Auswahl der Workshop-Teilnehmer und Leitung des Workshops durch
James Craven durchaus positive Ergebnisse hervorbringt.

Im Ergebnis wünscht sich die BI

  1. Eine nachhaltig zeitlose Gestaltung im Dialog mit dem historischen Kontext,
    also unter Aufnahme stadttypischer Proportionen und Materialien
  2. Integration und Erhalt des denkmalgeschützten historischen Saals
  3. Aufwertung des öffentlichen Raumes an dieser Stelle
  4. Vermeidung von historisierender Disney- oder Kulissenarchitektur
  5. Vermeidung modernistischer Bausünden von überschaubarer
    geschmacklicher Halbwertszeit und absehbar schwindender gesellschaftlicher
    Akzeptanz
  6. Einen qualitätvollen Ersatzbau für das Parkhotel, in dem durchaus auch die
    historischen Fassadenelemente des jetzigen Gebäudes integriert werden
    können
  7. Sorgfältige Gestaltung der „rückwärtigen“ Fassaden in der Moststraße

Wenn diese Punkte - bei welchem auch immer gewählten Verfahren - beachtet
werden, so ist sich die BI sicher, wird es auch zu einem hochwertigen Besatz der
Flächen kommen und davon die gesamte "Einkaufsstadt Fürth" profitieren.

Die Unterzeichner: Lothar Berthold, Dr. Thomas Heyden, Manuela Helfrich, Klaus Heller,
Dr. Christofer Hornstein, Peter Krauss, Ursula Kreutz, Dr. Alexander Mayer, Dr. Michael Müller, Martin Peetz, Werner Schmidt, Sandra Spranger, Ralph Stenzel, Angela Wenzel, Susanne Zoller

 

Neues von der neuen Mitte - die Weichen werden jetzt gestellt
 
11. Juli 2011

Presseerklärung der Bürgerinitiative zu den abgegebenen Angeboten im wett-bewerblichen Dialogverfahren "Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße"
 

Die Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ bedankt sich bei den Investoren, die sehr
viel Mühe und Arbeit aufgewendet haben, um ein konkretes und teilweise sehr
detailliertes Angebot für den neuen „Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße“
nach den Vorgaben der Stadt Fürth abzugeben.
Die Angebote dreier renommierter, deutschlandweit und teilweise europaweit
agierender Investoren haben gezeigt, wie attraktiv Fürth als Investitionsstandort ist
und dass ausgearbeitete Vorgaben der Stadt Investoren nicht etwa abschrecken,
sondern ganz im Gegenteil als Orientierung für seriös agierende Investoren eher
hilfreich sind.

Den Vertretern der Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ sind Kaufpreisangebot und
rechtliche Vertragsklauseln der drei Angebote im Detail nicht bekannt. Somit können
von unserer Seite die Aspekte der Angebote in dieser Hinsicht nicht wirklich beurteilt
werden. Die Bürgerinitiative hat aber großes Vertrauen in die kompetente Bewertung
dieser Zuschlagskriterien durch die Verwaltung. Als selbstverständlich erscheint es
der BI, dass der Verkauf der drei Grundstücke Parkhotel, Fiedler- und Wölfelareal
(die alle von der Stadt äußerst günstig erworben wurden und eine absolute 1a-Lage
mit natürlich gegebener Frequenz aufweisen) mindestens kostenneutral für die Stadt
erfolgen muss. Selbstredend sollten auch die Kosten für den nach Abschluss der
Baumassnahme wieder – hoffentlich gestalterisch aufgewertet – herzustellenden
öffentlichen Raum vom Investor übernommen werden. Der Vertrag sollte keine
unzumutbaren Rücktrittsklauseln, aber entsprechende Erfüllungsbürgschaften der
Investoren erhalten.

Unter Würdigung der Angebotspräsentationen im Projektbeirat am 7.7.2011
und vorbehaltlich der oben erwähnten rechtlich-vertraglichen Gesichtspunkte
empfiehlt die Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ der Stadt, das Angebot der
Firma MIB anzunehmen. Der Vertreter der BI wird im Projektbeirat
entsprechend votieren.

Begründungen:

MIB lässt den öffentlichen Raum als solchen unangetastet und wertet ihn auf. Das
MIB- Konzept schafft es, über ein reines Geschäftshausmodell mit attraktiven
Lichthöfen und der Straße als natürlicher „Mall“ ein auf Fürth individuell
zugeschnittenes Konzept anzubieten, das verspricht, sich sowohl in der Architektur
als auch im damit angezogenen Besatz vom üblichen Shopping-Center-Einerlei
wohltuend abzusetzen, welches keiner in Fürth will und braucht.
Bei den Zuschlagskriterien „Öffentlicher Raum“ und „Städtebau/Maßstäblichkeit“
vergibt die BI die volle Punktzahl an MIB und sieht keinen Verbesserungsbedarf.
Besonders positiv soll hier erwähnt werden, dass MIB vorschlägt, die einzelnen
Geschäftshausfassaden von unterschiedlichen Architekten entwickeln zu lassen, um
so die Gefahr einer entstehenden Großstruktur schon im Ansatz zu vermeiden.
Beim Kriterium „Denkmalschutz“ liegt MIB ebenfalls vorne, weil mit den Denkmälern
an der südlichen Rudolf-Breitscheidstraße deutlich am sensibelsten umgegangen
wird und weil die Fassade und die Saaldecke (zumindest nach der Schnittzeichnung
von MIB) des denkmalgeschützten Saales im Parkhotel erhalten werden sollen. Hier
regt die BI an, noch einmal im Detail prüfen zu lassen, ob nicht doch der Erhalt des
gesamten Saales möglich ist.

Die „Erschließung“ erschien der BI ebenfalls schlüssig. Die Geschäftserschließung in
die Tiefe über Lichthöfe ist genial zu nennen. Die Anlieferung über die Moststraße ist
vermutlich ohne echte Alternative und die verhältnismäßig kleine Anzahl der
Parkplätze erhöht den integrativen Faktor des Konzeptes: Der Kunde kommt mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln oder nutzt den bisher in Fürth eigentlich ausreichend
verfügbaren Parkraum in den Parkhäusern. Die bestehenden Parkhäuser und die UBahn-
Stationen mit unmittelbarer Anbindung an die vorhandenen fußläufigen
Einzelhandelslagen wirken so als „Magneten“ bzw. als „Knochenenden“ für die
gesamte Einkaufsstadt. Die Kundenfrequenz in der bisherigen Fußgängerzone steigt.
Anzumerken wäre hier, dass die erhobenen Gebühren in den bestehenden
Parkhäusern deutlich günstiger gestaltet werden sollten und dass zusammen mit
allen Einzelhändlern der Innenstadt über ein einheitliches Erstattungssystem bei
Kauf nachgedacht werden sollte.

Nicht im Kriterienkatalog als Bewertungspunkt enthalten, aber dennoch sehr wichtig
erscheint der BI, dass die Firma MIB durch Ihr bisheriges Engagement z.B. in Leipzig
und in der Weltkulturerbestadt Wittenberg eindrucksvoll dargestellt hat, dass sie ein
„stadtverträgliches Bauen im historischen Umfeld“ nicht nur kann, sondern auch will.
Dass gestalterisch und wirtschaftlich nachhaltiges Engagement bei MIB keine
Absichtserklärung oder reines Präsentationsvokabular darstellt, lässt sich sehr gut
anhand der Referenzenliste von MIB nachprüfen.

Wichtig und zielführend sieht die BI den Architekten-Wettbewerb im Anschluss an die
Auswahl des Investors an. Der Auslobungstext sollte die Leitlinien des MIBKonzeptes
deutlich herausstellen. Bei der Auswahl der Teilnehmer, vor allem aber
bei der Auswahl der Jury ist darauf zu achten, dass alle Beteiligten positive
Referenzen im Umgang mit historischen Städten und deren denkmalgeschützer
Bausubstanz aufweisen können.

Susanne Zoller
Peter Krauss
Klaus Heller
Dr. Alexander Mayer
Dr. Christofer Hornstein

 
 
20. Juni 2011
 
     
     
11. Mai 2011

Das Investorenauswahlverfahren in Dialogrunden und die Vertreter/innen der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"
 
Das Investorenauswahlverfahren findet als Geheimwettbewerb statt.

Hierbei gibt es Dialogrunden (Vertreter der Stadt) mit den Bewerbern (Investoren/Errichter) und den begleitenden Projektbeirat, der von den Dialogteilnehmern der Stadt über den "Dialog" mit den Investoren detailliert informiert wird.

Im Projektbeirat sind mit je einer Stimme vertreten:
die im Stadtrat vertretenen Parteien (Grüne, SPD, CSU),
die Bürgerinitiative,
der Einzelhandel,
der Wirtschaftsbeirat
und der Stadtheimatpfleger

Diese sieben Vertretungen werden nach Ihrer letzten Zusammenkunft, Mitte Juli,
eine Empfehlung für einen der Bewerber aussprechen. Dabei dürfen sich auch die Stellvertreter einbringen, aber nur über eine(n) Sprecher(in) - für die BI "Eine bessere Mitte für Fürth": Christofer Hornstein und Susanne Zoller / Stellvertreter: Klaus Heller
und Peter Krauß.

Der Stadtrat entscheidet dann, aufgrund der Entscheidungen der Fraktionen und des
Vorschlages des Projektbeirates, Ende Juli, wer den Zuschlag erhält.

Die Projektbeirat-Sitzungen finden immer kurz nach den Dialogrunden statt.

Die 1. PBS war am 29.03., hier konnten auch alle Vertreter der sieben Delegierten
teilnehmen; alle wurden zur Geheimhaltung verpflichtet. Da noch nicht alle
Teilnehmer die Geheimhaltungserklärung unterzeichnet hatten, wurde in dieser
Runde nur "oberflächlich" über die Dialogrunde 1 / Stufe 1 "Grobplanung" (siehe
Aufgabenbeschreibung Investorenauswahlverfahren …) informiert.

Die 2. PBS fand am 18.04. statt:
hier wurden die in der Dialogrunde 1 / Stufe 2 "Raumprogramm und Erschließung"
im Maßstab 1:500 vorgelegten Planungen der Bewerber vorgestellt.

Die 3. PBS wird nun mit einer Begehung des "Parkhotels mit Theatersaal"
verbunden (hier sind auch wieder die Vertreter der sieben Delegierten zugelassen).

Die 4. PBS behandelt Anfang Juni die Dialogrunde "Recht und Grundstückserwerb";
hierbei sind wieder "nur" die sieben Vertreter der Gruppierungen anwesend.

Die 5. PBS dient der nochmaligen Darstellung der Ergebnisse aus den vorhergehenden
Dialogrunden, diesmal auch mit Teilnahme der Stellvertreter.

Mitte Juli soll dann, nach Vorstellung der Konzepte in der Öffentlichkeit, in der letzten PBS
ein abschließendes Votum des Projektbeirates, mit je einer Stimme pro Interessengruppe, erfolgen.

Unsere Vertreter/innen bei den Dialogrunden:
Dr. Christofer Hornstein   Susanne Zoller
     
 
     
Wohnort: Fürth - Ritzmannshof
Beruf: Architekt - selbständig
Schwerpunkt: Denkmalpflege - Sanierung
Homepage mit Büroprofil: www.architekt-hornstein.de
in der BI aktiv seit: Januar 2009
Funktion in der BI: BI- Sprecher und Vertreter im Projektbeirat

  Wohnort: Fürth - Südstadt
Beruf: Wirtschaftsmathematikerin - Statistik
in der BI aktiv seit: Dezember 2008
Funktion in der BI: BI-Sprecherin und Vertreterin im Projektbeirat
Schwerpunkt: Dimensionierung und wirtschaftliche Aspekte
Fürth ist eine außergewöhnlich vielseitige und freundliche Stadt. Die Innenstadt hat zudem eine einmalig hohe Dichte an historischer Bausubstanz. Gerade die Geschlossenheit der erhaltenen Sandsteinfassaden in der westlichen Innenstadt macht Fürth zu einem einzigartigen Juwel unter den bayerischen Großstädten. Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich, mich für eine ange­messene bauliche Entwicklung unserer schönen Stadt einzusetzen. Mein Ansatz ist "sachbezogenes Wirken durch Überzeugen" anstelle von polari­sierender Fundamentalopposition. Dabei setze ich besonders auf den konstruktiven Dialog mit allen Stadtgestaltern und fordere diesen auch ein.

Ich stehe als Architekt für einen Denkmalschutz mit Augenmaß und habe eine ebenso kritische Distanz zum Diktat der Moderne in der "Architekturszene" und zur Globalisierung unserer gebauten Umwelt wie zur historisierenden Kulissenarchitektur. Jedes neue Bauwerk sollte sich in seiner Außenwirkung dem großen Ganzen unterordnen und im vermittelnden Dialog mit seiner gebauten und natürlichen Umgebung stehen.

  Ich wohne seit zwölf Jahren in Fürth. Mich hat das besondere Flair der Stadt - urbanes Leben hier, kleinstädtische Strukturen da, historisch gewachsenes Stadtbild - sofort fasziniert und angezogen. Dennoch: Leben heißt Veränderung.

Daher möchte ich im Rahmen der Mitwirkungs­möglichkeiten der BI im Projektbeirat dazu beitragen, dass das neue Einkaufzentrum in Größe und Auslegung zu Fürth passende Dimensionen erhält. Es sollte eine Ergänzung und belebende Konkurrenz zum innerstädtischen Einzelhandel darstellen und sich mit all seinen notwendigen Funktionalitäten gut in die umgebende Stadt integrieren. Außerdem ist mir die stadtbildver­trägliche Gestaltung des geplanten Einkaufs­schwerpunktes unter Umnutzung und Erhalt vorhandener Baudenkmäler wichtig.

Seit Bestehen der Bürgerinitiative habe ich mich intensiv in das Thema "Innerstädtische Einkaufs-zentren" eingearbeitet und die Erfolgsfaktoren gelungener Lösungen kennengelernt. Ich möchte die Möglichkeit nutzen, dies im konstruktiven, sachlichen Dialog im Projektberat einzubringen.

     
Klaus Heller   Peter Krauß
     
 
     
Dipl.-Ing. (FH), 42 Jahre, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative "Bessere Mitte"

Der Bauingenieur ist schon vor vielen Jahren aus dem Landkreis nach Fürth gezogen:

"Es lebt sich zwischen den großzügigen Grün­flächen sehr angenehm. Auf Spaziergängen durch die Stadt entdecke ich gerne immer neue Details, ob architektonisch oder menschlich!
In der Bürgerinitiative engagiere ich mich, da die Rudolf-Breitscheid-Straße einen sehr sensiblen Teil Fürths darstellt. In diesem Zusammenhang interessiere ich mich vor allem für Verkehrs­fragen. Bus-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr liegen mir dabei ganz besonders am Herzen. Das Parkhotel ist städtebaulich einer der markantesten Punkte in Fürth. Es vermittelt ein Stück Heimat. Hier muss meines Erachtens mit großer Umsicht vorgegangen werden, auch wenn der Bau nicht unter Denkmalschutz steht. Als Vertreter der Bürgerinitiative im Projektbeirat kann ich die städtebauliche wie architektonische Qualität der eingereichten Entwürfe bewerten, aber auch die entstehenden baulichen Probleme realistisch beurteilen."

 

1958 im Fürther Nathanstift geboren und als einer der vielen Nathanier im Eingangsbereich des neuen Nathanstifts am Klinikum mit Emailletafel
verewigt.

Fürther mit Leib und Seele sowie Kleeblatt­anhänger seit früher Jugend und jahrelang Handballer im Kleeblattdress

Wohnt unmittelbar am wunderschönen Fürther Stadtpark, in der BI aktiv seit Januar 2009 und Vertreter im Projektbeirat.

Von Beruf Installateurmeister und staatl. gepr. Versorgungstechniker; 17 Berufsjahre im Familienbetrieb selbständig.

Besonders die zentrale Innenstadt liegt mir unter anderem wegen meiner in der Blumenstraße verbrachten Kindheit besonders am Herzen.
Deshalb kämpfe ich mit und in der BI für Lösungen, die der Denkmalstadt Fürth gerecht werden, für einen Einkaufsschwerpunkt, der sich in die Fußgängerzone öffnet, damit kein ge­schlossenes Center entsteht, für Passagen­lösungen, die verbinden und erschließen, eine ansehnliche und intelligente Lösung, die auch unsere bestehenden, attraktiven, inhaber­geführten Einzelhandelsgeschäfte mitkommen lässt, für eine Lösung die auch unseren Kultur­schaffenden Möglichkeiten bietet und somit einen fetten Kontrapunkt zu den vielerorts entstandenen
"Shopping-Malls" setzt.

     
 
4. April 2011

Fragen der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" zum Dialogverfahren an die Stadt Fürth und deren Antworten

BI: Alle Projektbeiratsmitglieder, also auch die Fraktionsvertreter müssen die
Geheimhaltungsverpflichtung unterschreiben!?
Stadt: Ja, volle Zustimmung.

BI: Tagt der Projektrat inkl. BI-Vertreter auch nach der Dialogrunde 3 (Rechtliches, Vertragsdetails u.ä.)?
Stadt: Ja, diese Projektratssitzung wird allerdings von den Details her auch nach Redaktionsschluss geheim bleiben müssen, denn die hier besprochenen Fakten und Details werden auch im Stadtrat üblicher Weise immer nur in nichtöffentlicher Sitzung besprochen. Somit muss dies auch im Projektbeirat so sein.

BI: Die BI bittet um eine schriftliche Bestätigung, dass folgende Unterlagen der BI zur vollständigen Veröffentlichung nach „Redaktionsschluss“ zur Verfügung gestellt werden:
1. die kompletten Angebote der 4 Investoren inkl. Pläne und sonstiger Details
2. Protokolle des Projektbeirates
Falls dazu aus juristischen Gründen eine Einverständniserklärung der Investoren notwendig erscheint, erbitten wir auch dies in Schriftform.
Stadt: Volle Zustimmung, bis auf die Unterlagen zur dritten Dialogrunde. Das Einverständnis der Investoren wird bei der nächsten Dialogrunde eingeholt. Danach gibt es auch die schriftliche Bestätigung.

BI: Wann wird der "Redaktionsschluss" sein?
Stadt: Vermutlich um den 7. Juli 2011 herum. Votum Projektbeirat 14. oder 15. Juli 2011. Somit bleibt ca. eine Woche Zeit, die Ergebnisse VOR Empfehlung im Projektbeirat der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.

BI: Findet ein abschließendes Treffen des Projektrates nach Redaktionsschluss statt, um die Empfehlungen abzugeben und evtl. einen gemeinsamen Favoriten zu küren?
Stadt: Ja, vermutlich am 14. oder 15. Juli 2011 (s.o.).

BI: Wird es und soll es ein Ranking in der Empfehlung des Projektbeirates geben?
Stadt: Das sollte der Projektbeirat entscheiden.

BI: Wie ist das Abstimmungsverfahren im Projektbeirat angedacht?
Stadt: Das sollte der Projektbeirat entscheiden.

BI: Unterstützt die Verwaltung die Info-Veranstaltung der BI nach Redaktionsschluss?
Stadt: Ja.

BI: Wie ist das (geplante) weitere Verfahren nach Redaktionsschluss?
Stadt: 7. Juli 2011 Redaktionsschluss – 1 Woche später (14. Juli 2011) Votum Projektbeirat – 18. Juli 2011 Wirtschafts- und Grundstücksausschuss – 27. Juli 2011 Investorenabstimmung im Stadtrat. Alles unter der Voraussetzung, dass es im Dialogverfahren keine Verzögerung gibt.
 

29. März 2011

Die Bürgerinitiative "Bessere Mitte für Fürth" ist im Projektbeirat des laufenden "Wettbewerblichen Dialogverfahren" zur Investorensuche für den "Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße" vertreten und möchte die interessierte Öffentlichkeit und die Presse über den Stand des Verfahrens informieren.

Aus rechtlichen Gründen müssen wir jedoch unsere vorgesehenen Informations-veranstaltungen im Stadtmuseum Fürth absagen!

Sobald das Dialogverfahren abgeschlossen ist, werden wir umgehend und umfassend informieren. Hierzu ergeht dann zeitnah eine gesonderte Einladung an diese Stelle und über unseren Newsletter

 
Die Bürgerinitiative unterstützt(e) den Dringlichkeitsantrag der Grünen Partei vom 15. März 2011 im Stadtrat, die Formulierung "Weitere zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes" beizubehalten.

Hier der Wortlaut (als pdf-Datei)

Über den Antrag wurde nicht abgestimmt, da der Wirtschaftsreferent Müller das Angebot unterbreitete, die ursprüngliche Formulierung in die erste Dialogrunde mit den potentiellen Investoren mitzunehmen.
 

Die Presseerklärung der Bürgerinitiative vom 4. März 2011

Die BI begrüßt den konstruktiven Dialog mit der Stadt Fürth bezüglich des Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße. Insbesondere wird das vorgesehene Dialogverfahren zur Investorenauswahl als sinnvoll erachtet: Die Stadt Fürth sichert sich damit schon im Vorfeld weitgehende Einflussmöglichkeiten auf die Projektentwicklung. Die Einbeziehung von Stadtheimatpfleger, Einzelhandelsverband, Wirtschaftsbeirat und der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« im Projektbeirat gewährleistet zumindest den Informationsfluss zu relevanten Interessenvertretern; inwieweit eine Rückkopplung zur Dialogrunde gewährleistet ist, bleibt abzuwarten.

Viele unserer Forderungen gingen in die Aufgabenbeschreibung zum Investoren-Auswahlverfahren ein. Eines unserer zentralen Anliegen jedoch – der Erhalt der Rudolf-Breitscheid-Straße in voller Breite als öffentlicher Raum – fand keine Berücksichtigung in der Vorgabe.

Mit Verwunderung mussten wir außerdem feststellen, dass der Satz »Weitere zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes«, der am Montag, den 21.02.2011 im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss so beschlossen wurde, in der Beschlussvorlage der Stadtratssitzung vom Mittwoch, den 23.02.11 fehlte und dies in der Vorstellung der Vorlage durch die Verwaltung keine Erwähnung fand.

Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit die Stadt Fürth als »Denkmalstadt Fürth« die Anliegen des Denkmalschutzes – aus der starken Position des Verkäufers heraus – im Dialogverfahren de facto vertreten wird.

Die Bürgerinitiative möchte Transparenz in das Verfahren bringen und eine interessierte Öffentlichkeit umfassend informieren. Dazu bieten wir im Anschluss an die Projektbeirat-Sitzungen öffentliche Info-Veranstaltungen zum Stand des Verfahrens.

Ort und Termine werden rechtzeitig auf unserer Internet-Seite veröffentlicht. Hierzu wird es auch eine kurze Pressenotiz geben.

 

Die am 23.02.2011 vom Fürther Stadtrat beschlossene genaue Aufgabenstellung für das Investoren- Auswahlverfahren mit den Kennzeichnungen der übernommenen (blau) und nicht übernommenen (rot) Textpassagen der Stellungnahme der Bürgerinitiative Bessere Mitte.

Hier kann sich jede/r Interessierte über den genauen Wortlaut informieren:

 
Dokument als pdf-Datei

Download des Dokuments als pdf-Datei
Broschüre "Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern"

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im Januar 2011:
Rolf Junker, Junker und Kruse, Stadtforschung Planung, Dortmund
Dr. Gerd Kühn, Deutsches Institut für Urbanistik GmbH, Berlin
Dr. Holger Pump-Uhlmann, Architekt, Braunschweig
 
Dokument als pdf-Datei

Download der Broschüre als pdf-Datei
 
Im November 2010 verschickte das Wirtschaftsreferat einen Kriterienkatalog zum "Interessebekundungsverfahren" für Investoren beim neuen Einkaufsschwerpunkt
Rudolf-Breitscheid-Straße, verbunden mit mit der Bitte um Stellungnahme.

Empfänger des Schreibens waren die Stadtratsfraktionen, der Stadtheimatpfleger und auch wir, die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth".

Hier das Antwortschreiben der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth":

 

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für die Zusendung des Entwurfes eines Kriterienkataloges für ein
"Interessenbekundungsverfahren"im Zusammenhang mit der Investorensuche für
den Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Ihrer Bitte, dazu Stellung
zu nehmen, kommen wir hiermit gerne nach.

Ihr Schreiben wurde auf dem letzten Treffen der BI unter reger Beteiligung
engagierter Fürther Bürger ausführlich und konstruktiv erörtert. Die Voraussetzungen
für das Ziel der Bürgerinitiative, nämlich "Eine bessere Mitte für Fürth" zu erreichen,
sind durch den Rückzug des portugiesischen Großinvestors Sonae Sierra und den
Kauf der Areale Wölfel, Fiedler und Parkhotel durch die Stadt Fürth erheblich
gewachsen. Die BI begrüßt, dass aus den Erfahrungen der Vergangenheit die
Lehren gezogen wurden und die Stadt Fürth das Heft des Handelns nun selbst in die
Hand genommen hat. Wir möchten alle Entscheider noch einmal daran erinnern,
dass es im laufenden Verfahren um weit mehr geht als nur um die kurz- und
mittelfristige Verbesserung des Einkaufsangebotes in der Innenstadt. Es geht vor
allem um die Gestaltung eines städtebaulich hochsensiblen Bereiches, der das Bild
der Stadt auf lange Zeit prägen wird.

Die BI empfiehlt der Stadt Fürth, sich Ihrer mittlerweile sehr guten Ausgangssituation
für die Investorensuche bewusst zu sein und entsprechend selbstbewusst zu suchen
und zu verhandeln. Gerade die z. Z. defizitäre Einkaufssituation in der Innenstadt bei
gleichzeitiger Verbesserung der Sozialstruktur macht Fürth für Investoren
hochinteressant. Die zum Verkauf stehenden Bereiche an der Hauptverbindungsachse
zwischen Schwabacher Straße und Fürther Freiheit sind Herzstücke der
Einkaufsstadt und müssen als Top-Standorte angesehen werden.

Uns ist bewusst, dass der Kriterienkatalog zum "Interessenbekundungsverfahren"
bewusst knapp gehalten wurde und regen auch nicht an, diesen Katalog episch zu
verbreitern, aber wir möchten Ihnen gegenüber unsere Position zu den einzelnen
Punkten etwas ausführlicher darlegen.

Punkt a)

Erhaltung der Wegebeziehung in der Rudolf-Breitscheid-Straße als öffentlicher
Raum (zumindest für Fußgänger und Radfahrer)


Der hier mit „Erhaltung der Wegebeziehung“ leider etwas vage angesprochene Punkt
ist und bleibt einer der zentralen Anliegen der Bürgerinitiative. Die BI fordert
Erhaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße als öffentlicher Raum in ihrer heutigen
Breite
. Die Planungshoheit der Stadt Fürth für die gesamte Rudolf-Breitscheid-
Straße muss erhalten bleiben. Das Teilstück von der Hallstraße bis zur
Friedrichstraße sollte zur klassischen Fußgängerzone umgewandelt werden. Gegen
einen adäquat dimensionierten "Skywalk" gibt es keine Einwände. Von einer Stahl-
Glasüberdachung der Rudolf-Breitscheid-Straße wird allerdings abgeraten. Es ist
wünschenswert, dass der Bus nach wie vor durch die RBS und die Hallstraße fährt.

Punkt b)

Einbindung/Einfügung in die Stadtstruktur/Baustruktur


Der BI scheint es wichtig, diesen etwas banal und selbstverständlich
daherkommenden, wichtigen Punkt einmal näher zu erläutern:

Die Einzigartigkeit der historischen Stadt Fürth macht nicht die Hornschuh-
Promenade und nicht die Altstadt um die Gustavstraße aus (so schön und malerisch
sich diese auch heute präsentieren), sondern die historische Weststadt mit Ihren
noch fast völlig unversehrten, klassizistischen Sandsteinfassaden. Hier liegt
architekturhistorisch unbestreitbar das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Fürth, mit
dem sich ja auch die Initiative um Herrn Lothar Berthold für die Aufnahme in die
Liste als "Weltkulturerbe" bewerben möchte. Leider ist noch nicht jedem in Fürth
bewusst, welch ein Juwel die westliche Innenstadt darstellt. Gerade in ihrer
Geschlossenheit besteht ihr Wert, einzelne Häuser sind weniger spektakulär. Die
westliche Innenstadt ist vergleichbar mit einer Briefmarkensammlung, deren Wert in
Ihrer Vollständigkeit und nicht in einzelnen Marken besteht.
Bei der Einfügung in die Stadtstruktur müssen v. a. die typischen Proportionen der
westlichen Innenstadt beachtet werden. Eine einheitliche architektonische
Ausformung der drei Areale würde diese völlig Proportionen sprengen und stellt kein
gestalterisch-nachhaltiges Konzept dar. Für den ökonomischen Erfolg ist das
zentrale Management des dreiteiligen Geschäftshausmodells wichtig, nicht die
Realisierung einer vermeintlich "repräsentativen" Großstruktur, hinter der sich im
Falle von Einkaufszentren nur die Kleinstrukturen einzelner Läden wieder finden.
Insofern stellt der Verkauf aller drei Areale an einen Investor und die architektonische
Trennung dieser Bereiche kein Widerspruch dar, sondern fördert die gestalterische
Nachhaltigkeit durch Wahrung Fürth-typischer Proportionen.

Punkt c)

Denkmalgeschützte Gebäude sind in die Planung einzubeziehen und
weitestgehend zu erhalten.


Wenn wir die zugesandte Übersichtskarte richtig lesen, betrifft dieser Punkt vor allem
die Anwesen Rudolf-Breitscheid-Straße 4 und 6. Hier ist die BI der Auffassung, dass
es ohne Schwierigkeiten machbar ist, sowohl die Fassaden als auch die dahinter
liegende Bausubstanz der Ober- und Dachgeschoße in ein architektonisch reizvolles
Gesamtkonzept zu integrieren. Die ohnehin stark neuzeitlich veränderten
Erdgeschosse können aus unserer Sicht gänzlich als Portal für die rückwärtigen
Geschäfte genutzt werden.

Punkt d)

In Anlehnung an die Zielvorgaben des integrierten Einzelhandels- und
Zentrenkonzeptes soll eine Stärkung der innerstädtischen Leitsortimente
insbesondere in den Bereichen Bekleidung und Schuhe erfolgen.


Diesen klar formulierten Punkt unterstützt die BI und erkennt keinen
Erläuterungsbedarf.

Punkt e)

Sachgerechte, städtebaulich und denkmalpflegerisch angemessene und
ansprechende Lösung für einen evtl. Ersatzbau des Parkhotels


Die BI befürwortet den Erhalt der Fassade des Parkhotels, v. a. wegen des hohen
emotionalen Wertes des Gebäudes und seinem identitätsstiftenden Charakter für
Fürth, auch wenn hier nur der Festsaal unter Denkmalschutz steht. In Gesprächen
am Stand der BI wurde deutlich, dass viele Fürther Bürger an diesem Fürther
Wahrzeichen hängen.

Punkt f)

Begrenzung der (Einzelhandels-) Verkaufsflächen auf ca. 15.000 m2/netto


Die Begrenzung der Einzelhandels-) Verkaufsflächen auf ca. 15.000 m2/netto war
und ist eine zentrale Forderung der BI. So kann ein Impuls für die Einkaufsstadt Fürth
gesetzt werden, ohne dass es in anderen Bereichen zu Verödungen kommt. Hierbei
erscheint es uns sehr wichtig, dass als Größenbegriff nicht irgendeine selektierte, die
z.B. den Raum hinter der Ladentheke nicht als Verkaufsfläche bemisst, zur
Anwendung kommt, sondern die international eingeführte GLA (Gross Leasable
Area), also die gesamte Geschäftsfläche!
Die Gesellschaft für
Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (GIF) erteilt nähere Auskünfte zur korrekten
Verkaufsflächenberechnung.

Punkt g)

Optional soll der Bau einer Tiefgarage
- unter dem Center oder
- unter der Freiheit
möglich sein unter der Voraussetzung der Baurealisierung in der
kirchweihfreien Zeit und der verkehrs- und stadtverträglichen
Situierung/Gestaltung der Ein- und Ausfahrten


Für diesen Punkt regt die BI an, die Auswirkungen des zu erwartenden Liefer- und
Kundenverkehrs bei jedem vorgelegten Konzept zu prüfen. Außerdem plädieren wir
für ein Parkleitsystem für alle bestehenden Parkhäuser. In jedem Fall sollten nicht in
eine bestehende Gebäudestruktur eingefügte solitäre Ein- und Ausfahrten für eine
Tiefgarage (z.B. auf der Fürther Freiheit) aus städtebaulichen Gründen unbedingt
vermieden werden.

Punkt h)

Refinanzierung des Kaufpreises für die von der Stadt erworbenen Grundstücke
(Fiedler- / Wölfel-Areal/Parkhotel)


Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei den drei Arealen um Sahnestücke des
Fürther Immobilienmarktes, die von der Stadt Fürth vergleichsweise günstig
erworben worden sind. Insofern stellt die Refinanzierung inkl. der Zinsen und evtl.
weiterer Finanzierungskosten eine Selbstverständlichkeit dar. Der BI scheint es
wichtig darauf hinzuweisen, dass der Qualität des Konzeptes der eindeutige Vorrang
vor dem gebotenen Kaufpreis gegeben werden muss. Nur durch ein in jeder Hinsicht
nachhaltiges Konzept wird der langfristige Nutzen (und auch der ökonomische
Mehrwert) für die Stadt Fürth gesichert.

Zusätzlich zu den oben abgehandelten Kriterien hält die BI eine architektonisch
reizvoll Integration der Sandstein-Fassade des Fiedler-Gebäudes für wünschenswert.

Die BI fordert einen offenen Architektenwettbewerb für das geplante Areal.
Größter Wert ist dabei auf die Auswahl einer Jury zu legen, deren Mitglieder
Erfahrung im Umgang mit historischen Innenstädten nachweisen können
. Die
BI stellt sich zur Verfügung, bei der Auswahl der Jury-Mitglieder und bei der
Aufstellung der Wettbewerbskriterien behilflich zu sein.

Dass im neuen Konzept wohl kein Platz mehr für ein Kino ist, kann man bedauern, es
ist aber verständlich, wenn vorrangig große Fläche für Textil und Schuhe zur
Verfügung gestellt werden sollen. Die BI regt an, die Untergeschosse des City-
Centers für ein Innenstadt-Kino zu nutzen. Für diesen Zweck wäre auch der bisher
wenig angenommene Eingang neben dem Theater ideal. Die große Tiefgarage des
City-Centers wäre ebenfalls optimal. Ergänzen könnte man das Angebot durch
Gastronomie, Diskothek und evtl. noch ein Fitnesscenter, also Innenstadt belebende
Angebote für ein eher jugendliches Publikum.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" unterstützt die Stadt Fürth weiterhin
konstruktiv und appelliert an alle Entscheider, sich ihrer Verantwortung für eine
nachhaltig positive Entwicklung der schönen Fürther Innenstadt bewusst zu sein.

Beste Grüße!

Dr. Christofer Hornstein
(Sprecher BI)

 
Juli 2009
 
Bürgerbegehren: Eine bessere Mitte für Fürth statt eines überdimensionierten Einkaufscenters. Hier und jetzt unterschreiben!
 
  Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" dankt allen, die durch ihre Unterschrift das Bürgerbegehren unterstützt haben. In einem Zeitraum von sechs Wochen wurden mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt, was rund Zweidrittel der erforderlichen Anzahl für einen Bürgerentscheid entspricht. Auch für finanzielle Unterstützung sagt die Bürgerinitiative herzlichen Dank.

Die Bürgerinitiative begrüßt den Rückzug des Investors Sonae Sierra von seinem ursprünglichen Konzept.

Die Bürgerinitiative wünscht, dass die Stadt gegenüber neuen Investoren mehr Selbst-bewusstsein an den Tag legt und Vorgaben macht, die langfristig eine positive Stadt-entwicklung ermöglichen. Fürth ist für viele Investoren interessant. Ob ein Investor für Fürth interessant ist, muss er dadurch nachweisen, dass er auf die besondere Situation der Stadt eingeht.

Die Bürgerinitiative wird jedes neue Konzept unterstützen, in dem öffentlicher Raum offen und jederzeit durchgängig bleibt, das die historische Bausubstanz bewahrt und das eine Größe hat, die zu Fürth passt.

Die sich abzeichnende Revitalisierung des City Centers begrüßen wir.

Das Bürgerbegehren ist bis auf Weiteres ausgesetzt. Wir bitten Sie, alle ganz oder teilweise ausgefüllten Unterschriftslisten bei der Buchhandlung Jungkunz abzugeben oder den auf der Liste angegebenen Personen zuzusenden.

Durch die Teilnahme an der Diskussion um die so genannte Neue Mitte und ihr Engagement für eine positive Stadtentwicklung haben die Bürgerinnen und Bürger großes Interesse an der Stadt und ihrer Zukunft bewiesen. Die Bürgerinitiative sieht sich auch weiterhin als Forum für konstruktiv-kritische Bürger und als Gesprächspartner für die Stadtverwaltung. Wir fordern einen "runden Tisch" mit allen Innenstadtakteuren, also Stadtverwaltung, Einzelhandel, Hausbesitzern und Bürgergruppen.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" ...  
   
 
...bedankt sich bei allen Fürther Bürgern, ...  
   
 
... die uns unterstützt haben!    
 
Aufgrund der Aufgabe der bisherigen Pläne des Investors Sonae Sierra hat die Bürgerinitiative die Sammlung von Unterschriften für das Bürgerbegehren vorerst ausgesetzt.
 


 

Am Samstag, den 16. Mai 2009 fiel der Startschuss für das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative "Eine Bessere Mitte für Fürth" anläßlich unseres Festes in der Rudolf-Breitscheid-Straße

Die links abgebildete Unterschrifenliste kann hier heruntergeladen und ausgefüllt abgegeben werden bei unseren Infoständen Samstags in der Rudolf-Breitscheid-Straße und in folgenden Läden:

Betten Bauernfeind, Königsplatz 8
Mo.-Fr. 8.30-18 Uhr, Sa. 9-13 Uhr

Buchhandlung Jungkunz
Friedrichstraße 3
Mo.-Fr. 9-19 Uhr, Sa. 9-16 Uhr

Eine-Welt-Laden Fürth, Königstr. 72
Mi.-Sa. 10-13 Uhr, Mi.-Fr. 15-18 Uhr

ER Mode International
Schwabacher Str. 22
Mo.-Fr. 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr

Mann o Mann Männermode
Gustavstraße 35
Mo.-Fr. 14-18 Uhr, Sa. 11-13 Uhr

Bistro Galerie, Gustavstr. 14
Mo.-So 19-1 Uhr Mo+Mi 11:30-14:30

An den angegebenen Stellen liegen die Listen selbstverständlich auch zum direkten Unterschreiben aus.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die unterschriebenen Listen per Post an die auf dem Formular unten angegebenen Vertreterinnen und Vertreter zu senden.

 
Bitte beachten Sie, dass nur volljährige Bürger Fürths unterschreiben, da andernfalls die Unterschrift ungültig ist! Selbstverständlich sind Mitbürger aus EU-Mitgliedstaaten, die ihren Wohnsitz in Fürth haben, ebenfalls unterschriftsberechtigt.

Um im Einwohnermeldeamt die Korrektheit der Berechtigung der Unterschrift zu prüfen, werden die genauen persönlichen Daten, wie Name, Geburtsdatum und Anschrift benötigt. Die Bürgerinitiative wird diese Daten nicht an Dritte weitergeben und auch nicht für eigene Werbezwecke gebrauchen. Wer Informationen von der Bürgerinitiative erhalten möchte, muß sich ausdrücklich erklären, z.B. um unserem Newsletter zu erhalten. Weitere Informationen zum Datenschutz dieser Webseite finden Sie in unserem Impressum.

Zum Verfahren des Bürgerbegehrens / Bürgerentscheids finden Sie Grundsätzliches hier und
Informationen speziell für Bayern bei Mehr Demokratie e.V.
 
Bürgerbegehren Quorum-Meter
Start am 16.5.2009, Stand vom 30.6.2009
 
 

 

Podiumsdiskussion des VCD (Verkehrsclub Deutschland) zur 'Neuen Mitte' am Mi., 8.7.2009 mit Vertretern der Stadt Fürth, des VCD und der Bürgerinitiative.
 
Hier der Bericht zur Veranstaltung
 
Das Podium (v.l.n.r.: Dr. Andrea Hailmeier (CSU), Baureferent Joachim Krause, Markus Bienk (SPD, vertrat in der 2. Halbzeit Sepp Körbl) und Brigitte Dittrich (Grüne) ...   ... und die Zuhörer.
 
Informationsveranstaltung am Mittwoch, 20.5.2009
"Einkaufsstadt Fürth. Eine Analyse des innerstädtischen Einzelhandels." Ein Vortrag von Dr. Michael Müller, Wirtschaftsexperte der Bürgerinitiative "Eine Bessere Mitte für Fürth".
 
Die Analyse ist hier herunterladbar und hier der Vortrag
 
Dr. Michael Müller bei seinem Vortrag "Einkaufsstadt Fürth"   Dr. Christofer Hornstein und die Projektbeauf-tragte Innenstadt des Wirtschaftsreferats, Frau Karin Hackbarth-Herrmann
     
 
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion Herr Siegfried Tiefel   Die Grünen-Bezirksrätin Frau Birgit Raab bei ihrer Wortmeldung
     
Dazu der Artikel in den Fürther Nachrichten vom 23.5.2009:
"Ein Streit um Zahlen"

und der Artikel in der Nürnberger Zeitung vom 25.5.2009:
"Überschätzte 'Neue Mitte'?"
Straßenfest der Bürgerinitiative am Samstag, 16.5.2009 in der Rudolf-Breitscheid-Straße unter dem Motto Besser feiern
 
 

Am Samstag, den 16. Mai 2009,
wurde von 12 bis 20 Uhr in
der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Schwabacher- und
Friedrichstraße deutlich, warum die Öffentlichkeit der Straße so wertvoll ist.

Vier Fürther Bands gaben den
Ton an:
"Wedomaja", "Rey Vulcano",
"Harzers Bazaar"und "Grateful Daddies featuring Mom".

Bei Bratwürsten, Bier und Kuchen informierte die Bürgerinitiative über ihre Ziele.

Für 10,- € erstellten unsere Aktiven ein individuell gestaltetes T-Shirt mit dem BI-Logo nach Ihren Vorgaben.

Von 14–17 Uhr leitete Ottilie eine Kindermalstunde.

Mit dem Straßenfest startete
die Bürgerinitiative "Eine bessere
Mitte für Fürth" das Sammeln von
Unterschriften für das Bürger-
begehren, das fordert, dass auf
Grundlage eigener Planungen für
die Innenstadt die Stadt Fürth ein
städtebauliches Konzept entwickeln
soll, das die Rudolf-Breitscheid-
Straße als öffentlich gewidmete
Straße sichert.

 
Bilder vom Straßenfest in der Rudolf-Breitscheid-Straße
     
 
Unsere Aktiven am Kuchenstand   Harzers Bazaar on stage!
     
 
Bürgermeister Markus Braun mit BI-Vertretern Dr. Thomas Heyden und Dr. Christofer Hornstein   Otilie, die die Kindermalstunde ausrichtete bei der Kunstdebatte mit einer Teilnehmerin
     
 
Werner Schmidt (im Kampfanzug) beim Ansagen von Greatful Daddies featuring Mom   Dr. Christofer Hornstein, OB Dr. Thomas Jung und Fürths SPD-Vorsitzender Horst Arnold
     
 
OB Dr. Thomas Jung diskutiert mit Bürgern   Unsere Aktiven bei der BI-Logo-Bügelaktion
Vorstellung der "Neue-Mitte"-Entwürfe am Montag, 4.5.2009
 
 
Einer der vorgestellten Pläne zur sogenannten "Neuen Mitte" des Investors Sonae Sierra   Der Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung diskutiert mit Dr. Christofer Hornstein (Bürgerinitiative), Christina Rauch und Matthias Bauer (Arbeitsgemeinschaft der Kritischen Einzelhändler) und dem Wirtschaftsreferenten der Stadt Fürth, Herrn Müller
Dazu die

Artikel
in den Fürther Nachrichten vom 05.05.2009:
"Ernüchterung statt Erkenntnis"

Artikel
in der Nürnberger Zeitung vom 05.05.2009:
"Fürth will um 'Jahrhundertchance' kämpfen"
 
Gefahr für Pläne des portugiesischen Investors Sonae Sierra zur "Neuen Mitte" aufgrund fehlerhaften Projektmanagements
am Donnerstag, 30.4.2009
 
Artikelserie in den Fürther Nachrichten vom 01.05.2009:

"Ein Hausbesitzer blockiert die Neue Mitte"

"Nicht nur Enttäuschung - Stadträte reagieren unterschiedlich auf drohendes Aus"

"Das ist eine unangenehme Situation - Die Betreiber des Park-Hotels hängen in der Luft"

"Fürther David pocht auf Familiengeschichte"

Kommentar von Wolfgang Händel: "Kein Grund zur Schwarzmalerei"
Presseerklärung der Stadt Fürth vom 30.04.2009
Informationsveranstaltung am Dienstag, 21.4.2009
"Das Stadtdenkmal Fürth. Entwicklungsgeschichte und denkmal-pflegerische Zielsetzungen" Ein Vortrag von Dr. Matthias Exner und Dr. Gerhard Ongyerth, gehalten von Dr. Matthias Exner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
 

Die Einladung und Presseerklärung

Der Text des Vortrags (mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Der Artikel in den Fürther Nachrichten "Denkmalpfleger im Clinch mit der Stadtspitze"

Zusatzinformation zum Thema auf der Seite des Deutschen Städtetags:
Denkmalpflege in der Europäischen Stadt - Göttinger Appell

und die Appelle, Empfehlungen und Resolutionen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz

Leserbriefe in den Fürther Nachrichten am Donnerstag, 9.4.2009

Für grössere Darstellung auf den Text klicken
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 4.4.2009
     
 
Blick über unsere Holzmodelle ...   ... in die Rudolf-Breitscheid-Straße.
Leserbriefe in den Fürther Nachrichten am Mittwoch, 25.3.2009

Für grössere Darstellung auf den Text klicken
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 14.3.2009
     
 
Die Aktiven ...   ... am Infostand in der Schwabacher Straße.
Informationsveranstaltung "Die Mitte wird nicht zubetoniert" am Freitag, 13.3.2009
 

Erfolgreiche Bürgerinitiativen aus anderen Städten berichteten über ihren Kampf gegen geplante Shoppingcenter.

Unsere Gäste waren (v.l.n.r.)
Frau Dr. Elisabeth Gabler aus Würzburg und Herr Dr. Herwig Schenk aus Minden / Westfalen, dann Dr. Christofer Hornstein und Werner Schmidt von der Bügerinitiative "Für eine bessere Mitte für Fürth"

     
Leserbrief in den Fürther Nachrichten am Samstag, 28.2.2009

Für grössere Darstellung auf den Text klicken
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 28.2.2009
     
 
In der Rudolf-Breitscheid-Straße ...   ... unser Infostand!
     
 
Unsere letzte Schicht in Aktion ...   ... und beim Gruppenfoto
Dazu der verteilte Handzettel
Leserbrief in den Fürther Nachrichten am Samstag, 21.2.2009

Für grössere Darstellung auf den Text klicken
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 21.2.2009
     
 
In der Rudolf-Breitscheid-Straße ...   ... unser Infostand!
 
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 14.2.2009
     
 
Handzettelverteilung ...   ... und Diskussionen!
Dazu der verteilte Handzettel
Treffen der Bürgerinitiative mit Wirtschaftsreferent Horst Müller und der Innenstadtbeauftragten Frau Karin Hackbarth-Herrmann am Mittwoch, 4.2.2009
 

Von links nach rechts: Dr. Christofer Hornstein (BI), Karin Hackbarth-Herrmann (Projektbeauftragte Innenstadt), Horst Müller (Wirtschaftsreferent der Stadt Fürth), Susanne Zoller (BI), Dirk John (BI)

Die Bürgerinitiative wurde von der Stadt Fürth am 04.02.2009 zu einem Gedankenaustausch in
das Wirtschaftsrathaus eingeladen Damit nahm die Stadt Fürth das von der Bürgerinitiative
auf der Podiumsdiskussion der FN am 19.01.2009 ausgesprochene Angebot zum konstruktiven
Dialog mit allen Projektbeteiligten an. In einer über 2 ½ Stunden dauernden Debatte wurden
die Positionen der Bürgerinitiative sowie der Stadt dargelegt.

Siehe dazu auch der Artikel in den Fürther Nachrichten

Treffen der Bürgerinitiative mit dem Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am Mittwoch, 21.1.2009


Ursula Kreutz als Vertreterin der Bürgerintiative "Eine bessere Mitte für Fürth" überreicht dem Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung das Buch "Angriff auf die City" im von ihr gestalteten künstlerischen Einband.
 

Aus dem Artikel "Kampf um den öffentlichen Raum" vom 26.1.2009 in den Fürther Nachrichen:

Man sei sich in dem "sehr sachlichen" Dialog (Jung) zwar einig gewesen, dass die Areale links und rechts der Rudolf-Breitscheid-Straße und der Hallstraße grundsätzlich geeignet sind, um neue Einzelhandelsangebote zu entwickeln, und dass man auch Handlungsbedarf sieht. Keine Annäherung habe es jedoch zunächst in punkto Altbausubstanz gegeben.

Während die Initiative die durch das 25000 Quadratmeter umfassende Einkaufszentrum bedrohten, denkmalgeschützten Häuser keinesfalls zur Disposition stellen möchte, hält der Rathauschef dagegen: Die ins Visier gerückten Sandsteinbauten seien "wertig, aber nicht hochwertig"...

Weiterlesen

Podiumsdiskussion der Fürther Nachrichten am Montag, 19.1.2009
in der Fürther Stadthalle mit Vertretern der Stadt, des Investors, der Wirtschaft, des Einzelhandels, der Industrie und Handelskammer, dem Stadtheimatpfleger und Vertretern der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth".
 
 
Podium, v.l.n.r.: Martin Philippen (Sonae Sierra),
Norbert Staudt (Fürther Einzelhandelsverband),
Werner Schmidt (Verteter der Bürgerinitiative Eine Bessere Mitte für Fürth im ersten Teil) und Wolfgang Händel (Fürther Nachrichten, Moderator)
  Podium, v.l.n.r.: Alexander Jungkunz (Fürther Nachrichten, Moderator), Alexandra Beer-Scharwächter (Wirtschafts-junioren IHK),
Horst Müller (Wirtschaftsreferent der Stadt Fürth). Nicht im Bild: Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer
     



Martin Philippen, Norbert Staudt, Werner Schmidt, Wolfgang Händel, Alexander Jungkunz, Alexandra Beer-Scharwächter, Horst Müller und Stadtheimatpfleger Alexander Mayer.
Foto © Hans-Joachim Winckler, FN

 
  Ursula Kreutz auf dem Podium als Vertreterin der Bürgerintiative Eine bessere Mitte für Fürth im zweiten Teil der Podiumsdiskussion
     
 
Fragen aus dem Publikum   Aufmerksam: Der Oberbürgermeister Dr. Jung
 

Dazu der Artikel in den Fürther Nachrichten vom 20.1.2009:
Neue Mitte: 1000 Fürther beim FN-Forum - Podiumsdiskussion in der Stadthalle

der Kommentar in den Fürther Nachrichten vom 20.1.2009:
Neue Mitte: Eine ermutigende Erfahrung - Podiumsdiskussion der FN
machte Hoffnung


und das Video zur Podiumsdiskussion

 
Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 17.1.2009
     
 
Die Bürger informieren sich...   ...bei guter Stimmung trotz Kälte!
     
 
Verbesserungswürdig...   ...erledigt durch unsere Medienprofis!
 

Dazu das zu aufgestellte Plakat und der verteilte Handzettel (als pdf-Dokument)

Informationsveranstaltung der Bürgerinititative am Donnerstag, 15.1.2009 mit Dr. Pump-Uhlmann, Herausgeber "Angriff auf die City"
  Auf Einladung der Bürgerinitiative hat Herr Dr. Holger Pump-Uhlmann (Herausgeber des Sachbuches "Angriff auf die City") über die Entwicklung von beispielhaften Einkaufscenter-Ansiedlungen in deutschen Städten berichtet. Er ist freiberuflicher Architekt und wissenschaftlicher Mitarbeiter am "Institute of History, Architecture and Urbanism" an der Technischen Universität Delft, Niederlande.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik hat er jüngst Empfehlungen für ein konstruktives, Stadtbild erhaltendes Vorgehen bei der Ansiedelung von Einkaufszentren in Innenstädten erarbeitet (Wirkungsanalyse großer innerstädtischer Einkaufscenter).
Dr. Holger Pump-Uhlmann    
 

Rund 150 Gästen befanden sich im voll besetzten Saal. Unter ihnen auch Christian Nowak, Geschäftsführer der IHK Fürth und sein Kollege Norbert Staudt. Auch die Stadträte der Gründen und Linken waren anwesend.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung sowie die Stadräte von CSU und SPD folgten unserer Einladung nicht.

Städtebauliche Aspekte aus Fürther Sicht beleuchtet

Dr. Alexander Meyer, Stadtheimatpfleger der Stadt Fürth, zeigte in seinem Beitrag die geplanten drastischen Eingriffe in die denkmalgeschützte Bausubstanz auf.
Der Fürther Architekt Dr. Christofer Hornstein, unterstrich anschaulich die Bedeutung der Rudolf-Breitscheid-Straße als wichtigste Verbindung zwischen westlicher und östlicher Altstadt.
Dass die Straße öffentlich bleibe, sei für die Vitalität der Stadt unverzichtbar, so Hornstein. Mögliche Fehler in der Planung ließen sich durch die Privatisierung öffentlicher Straßen nicht mehr durch die Stadt korrigieren. Die Kommune gibt ihre Planungshoheit in einem sensiblen Teilbereich der Stadt an einen Privatinvestor ab.

Wissenschaftliche Studie zu Einkaufszentren in Innenstädten vorgestellt

Als Hauptredner des Abends sprach Dr. Holger Pump-Uhlmann, Einkaufscenter-Kritiker, Architekt und Buchautor (Angriff auf die City), wissenschaftlicher Mitarbeiter am "Institute of History, Architecture and Urbanism" an der Technischen Universität Delft, Niederlande.

Er fasste seine groß angelegte Studie über die Auswirkungen großer Einkaufszentren auf die Stadtentwicklung und den Handel zusammen:

Eine Stadt, die mit übergroßen Center überfrachtet wird, droht Schiffbruch zu erleiden. Die maximal verträgliche Größe eines neuen Einkaufszentrums gibt Pump-Uhlmann mit 15 Pro-zent der bestehenden innerstädtischen Einkaufsflächen an. Prinzipiell sollte aber die Fläche nicht mehr als 15.000 Quadratmeter betragen, da größere Zentren autark werden - sie benötigen den umliegenden Einzelhandel für ihre Existenz nicht mehr.

Pump-Uhlmann fordert die Anzahl der Parkplätze drastisch zu beschränken, da zu befürchten ist, dass ansonsten Kunden aus Stadt und Umland direkt mit dem PKW das Center anfahren, dort einkaufen und dann - ohne das Center zu verlassen - den Heimweg antreten. Der stationäre Handel in der Innenstadt würde so von Kundschaft abgeschnitten.

Weiter legte er dar, dass ein überdimensioniertes Einkaufszentrum zu Wertverlusten der weiter entfernten Geschäftsimmobilien führt. In zahlreichen deutschen Städten haben sich die Mieten nach der Ansiedlung eines Centers nach unten entwickelt, so seine Studie. Während 1A-Geschäfte in die Center umziehen, werden die freiwerdenden Ladeflächen mit zweit- und drittklassigem Handel besetzt. Die Fußgängerzone droht zu verwahrlosen.

Besonders wichtig ist bei einem integrierten Center, dass es nur das anbietet, was der Fachhandel vor Ort nicht führt. Keinesfalls darf eine Doppelung der Filialisten geschehen.

Fußgängerzonen, die länger als 2,1 Kilometer sind, sind für Konsumenten unattraktiv, haben sie doch im Schnitt nach 1,2 Kilometer Einkaufsbummel bereits genug. Durch den Zubau eines Einkaufszentrums verlängert sich die vorhandene Einkaufsmeile im Durchschnitt um 1,0 Kilometer. Dies erhöht die Zentralität mit entsprechend negativen Auswirkungen. Kon-sumenten frequentieren das vermeintlich attraktive Center und nicht mehr die Randbereiche der bestehenden Einkaufsmeile.

Pump-Uhlmann rät, offene Center zu schaffen, die in loser Bebauungsform unter Achtung der vorhandenen Strukturen um Plätze und Straßen gegliedert. Wohnen, Kultur und Konsum müssen vereint werden.
Geschlossene Einkaufszentren wie die geplante Neue Mitte lehnt er als veraltet ab, da sie mit ihrem "Stadt in der Stadt-Konzept" echte Urbanität verhindern.
Im Mutterland der "Shopping-Malls", Amerika, gehe man mittlerweile andere Wege. Man hat begonnen, nach dem Vorbild europäischer Städte, offene, den Strukturen einer Stadt nachempfundene Center zu bauen.

Berichte über die Veranstaltung

Die Veranstaltung wurde journalistisch begleitet von den Fürther Nachrichten und dem Franken-Fernsehen. Die Berichte sind zu erreichen unter:

Fernsehbeitrag im Franken TV vom 16.1.2009:
Franken TV Nachrichten vom 16.01.2009

Artikel in den Fürther Nachrichten vom 16.1.2009:
Ein Plädoyer fürs offene Einkaufszentrum - Prominenter Shopping-Mall-Kritiker kam nach Fürth: Neue Mitte «zu stark abgeschottet«

Artikel in den Nürnberger Nachrichten vom 16.01.2009:
Fürth: Herbe Kritik an der «Neuen Mitte» - «Planung auf den Kopf gestellt» - Innenstadt-SPD für das Projekt

Artikel in den Fürther Nachrichten vom 17.1.2009:
Im Publikum blieb viel Skepsis - Diskussionsabend der Bürgerinitiative zum Thema Neue Mitte in Fürth

 
Bilder von der Informationsveranstaltung:
     
 
Blick auf den vollbesetzen Saal   Dr. Christofer Hornstein
     
 
Dr. Alexander Mayer   Dr. Holger Pump-Uhlmann
 
Radiointerviews
bei Radio Franken vom 15.01.2009 mit:
Dr. Michael Müller - Sprecher der Bürgerinitiative
Dr. Thomas Jung - Oberbürgermeister der Stadt Fürth

Erster Infostand der Bürgerinitiative am Samstag, 10.1.2009

 
Blick vom Infostand in der Rudolf-Breitscheid-Straße Richtung Fürther Freiheit   Eintragen in die Adressliste
 

Dazu das zu aufgestellte Plakat und der verteilte Handzettel (als pdf-Dokument)

Artikel in den Fürther Nachrichten vom 10.01.2009:
"Neue Mitte: Kritiker werden offensiv"

Artikel in der Abendzeitung vom 10.01.2009:
"Riesen-Protest in Fürth: Stoppt das neue Einkaufs-Zentrum!"

Artikel in der Nürnberger Zeitung vom 12.01.2009:
"Das Projekt ist für Fürth zu groß - Bürgerinitiative gegen 'Neue Mitte' tritt in Aktion"

 
Leserbrief in den Fürther Nachrichten am Freitag, 2.1.2009
 

Leserbrief in den Fürther Nachrichten von Dr. Christofer Hornstein

Die engagierte Diskussion um die sog. „Neue Mitte“ in Fürth zeigt, dass immer mehr Bürger die Bedrohung Ihrer urbanen Identität durch die Pläne des portugiesischen Großinvestors erkennen. Die Art und Weise und das angeschlagene Tempo, mit dem die Stadtverwaltung mit OB Jung an der Spitze dem Vorhaben den Weg frei machen wollen, gibt der Ortsbezeichnung „Fürther Freiheit“ eine ganz neue Bedeutung. Doch Widerstand formiert sich. Der jetzt auch von der Verwaltung angebotene Dialog mit den Bürgern muss zu einer echten Bürgerbeteiligung, zu einem Bürgerentscheid führen. Doch zwischen was soll sich der Bürger entscheiden?

Die Gegenposition zum geplanten Konsumtempel „Neue Mitte“ sollte als konstruktiver Gegenentwurf ausgearbeitet werden, denn auch die Gegner der geplanten Innenstadtvergewaltigung leugnen nicht den Handlungsbedarf für die betroffenen Quartiere, sondern erkennen sehr wohl das Fehlen eines stadtverträglichen Grundkonzept für die Vision Fürth.

Weiterlesen (pdf-Dokument)

Gründung der Bürgerinititative "Eine Bessere Mitte für Fürth" am Montag, 15.12.2008

Einigkeit demonstrierten die Gründungsmitglieder der neuen Bürgerinitiative
bei ihrer Versammlung im Saal der Landeskrichlichen Gemeinschaft.
© Fürther Nachrichten, Foto: Thomas Scherer
Artikel in den Fürther Nachrichten vom 18.12.2008:
"Die Bürgerinitiative geht an den Start"

Die Bürgerinitiative gegen das Projekt Neue Mitte hat sich gegründet. Sie firmiert unter dem Namen "Eine bessere Mitte für Fürth" und will sich nun mit öffentlichen Aktionen und Informationen in die Diskussion um das Einkaufszentrum im Herzen der Stadt einmischen.

Damit fanden zwei Strömungen zueinander, die zunächst unabhängig voneinander eine kritische Haltung gegenüber den ehrgeizigen Plänen der Stadt und des portugiesischen Investors Sonae Sierra eingenommen hatten (wir haben berichtet). Man habe «eine gemeinsame Basis gefunden«, sagte Moderator Stephan Stadlbauer bei der Gründungsversammlung am Montagabend im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft an der Gebhardtstraße.

Einig sei man sich im Bestreben, das Center in der geplanten Dimension - 26000 Quadratmeter Verkaufsfläche - und mit den zu erwartenden Auswirkungen – Abriss und Beeinträchtigung mehrerer denkmalgeschützter Häuser an der Rudolf-Breitscheid-Straße - nicht zuzulassen. Zwar erkenne man durchaus Handlungsbedarf, vor allem im Bereich des ehemaligen Fiedler- und des Wölfel-Areals. Die Bedingungen, zu denen eine Umgestaltung der Innenstadt erfolgen soll, müssten aber «durch eine gemeinsame Willensbildung in der Stadt festgelegt werden«, nicht durch einen Investor, heißt es in einer Erklärung.

Weiterlesen auf der Seite der Fürther Nachrichten

Beschluß des Stadtrats am 30.7.2008

Der Aufstellungsbeschluss im Stadtrat der Stadt Fürth erfolgte für die "Neue Mitte" am 30.07.2008 bei Tagesordnungspunkt 16 und legt den räumlichen Geltungsbereich fest:

Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 370 a - "Neuer Einkaufsschwerpunkt im Bereich und Umfeld des Fiedler-/Wölfelareals"

Hier die Vorlage zur Beschlußfassung und der Plan als Anlage zum Antrag

Die kritischen Stimmen:

In der Protokollnotiz wird vermerkt:
Der Antrag von Frau Stadträtin Galaske, Bündnis 90/Die Grünen, die Rudolf-Breitscheid-Straße als öffentlichen Raum zu belassen, wird gegen 4 Stimmen abgelehnt.

Aus dem Redebeitrag des Linken-Stadtrats Ulrich Schönweiß:

[...] Eine Straße fällt für FußgängerInnen und RadlerInnen weg. Traditionell gewachsene Strukturen werden aufgelöst und das Stadtzentrum wird privatisiert. Große Teile der Innenstadt werden dem öffentlichen Raum entzogen. Der Stadtrat und die Demokratie macht sich für diesen Bereich überflüssig, es entscheidet das Geld. [...] Was uns sehr mißtrauisch macht, ist die große plötzliche Eile. Kaum veröffentlicht, schon sollen Beschlüsse gefaßt werden. Es fehlt somit fast vollkommen die Beteiligung der Öffentlichkeit, obwohl schon 1,5 Jahre in der Verwaltung darüber debatiert wurde. Bei unserem Basistreffen hat es geheißen: "Überrumpelung allererster Güte" [...] Wir unterstützen den Stadtheimatpfleger Alexander Meier.

Der gesamte Beitrag ist auf der Website der Linken nachzulesen

 

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Inhalt dieser Seite
Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Festsaal bzw. "Kaisersaal" im ehemaligen Parkhotel
Presseerklärung der Bürgerinitiative zu den abgegebenen Angeboten im wett­bewerblichen Dialogverfahren "Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße"
Das Investorenauswahlver­fahren in Dialogrunden und die Vertreter/innen der Bürgerinitiative
Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Kriterienkatalog des Wirtschaftsreferats der Stadt Fürth
Der Investor Sonae Sierra muß seine Pläne aufgeben und die Bürgerinitiative dankt den Unterstützern
Informationsveranstaltung "Einkaufstadt Fürth" mit Dr. Michael Müller, Wirtschaftsexperte der Bürgerinitiative Bessere Mitte Fürth am 20.5.2009
Straßenfest der Bürgerinitiative in der Rudolf-Breitscheid-Straße am 16.5.2009
Vorstellung der "Neue-Mitte"-Entwürfe am 5.4.2009
Informationsveranstaltung "Das Stadtdenkmal Fürth" mit Dr. Matthias Exner vom Bayerischen Landesamt
für Denkmalpflege am 21.4.2009
Informationsveranstaltung "Die Mitte wird nicht zubetoniert" mit Frau Dr. Elisabeth Gabler (BI Würzburg) und Herr Dr. Herwig Schenk (BI Minden) am 13.3.2009
Treffen der Bürgerinitiative mit dem Wirtschaftsreferenten der Stadt Fürth Horst Müller am 4.2.2009
Treffen der Bürgerinitiative mit dem Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung am 21.1.2009
Podiumsdiskussion der Fürther Nachrichten am 19.1.2009
Informationsveranstaltung der Bürgerinititative am 15.1.2009 mit Dr. Pump-Uhlmann, Herausgeber des Buches "Angriff auf die City"
Erster Infostand der Bürgerinitiative am 10.1.2009
Gründung der Bürgerinititative "Eine Bessere Mitte für Fürth" am 15.12.2008
Beschluß des Stadtrats am 30.7.2008